etc090 Irrige Annahmen

Wenn wir geboren werden, wissen wir alle bekanntermaßen überhaupt nichts. Und so beginnt der langsame, schmerzhafte Lernprozess, den wir ‘Leben’ nennen. Manchmal ist der rückblickend ziemlich peinlich, weil… naja, wir dachten nur, wir wüssten was, und dann stellt sich raus… Nope.
In der heutigen Folge haben Ela und Tine für euch ein paar der Dinge zusammengestellt, die sie irrigerweise für korrekt hielten, und die ihnen jetzt zum Teil ein bisschen peinlich sind.
Spaaaß! 😀

KAPITEL
00:02:14 – Tine: Inspiration kann man nicht erzwingen
00:18:01 – Ela: Das Outline muss ALLES enthalten
00:32:06 – Tine: Blumiger Stil ist immer wortreich
00:42:14 – Ela: Alles mit Pärchenkram ist Romance
00:46:19 – Tine: Alles, was Charaktere tun/denken, muss erklärt werden
01:00:06 – Ela: Gedanken und Monologe müssen in Ich-Form sein

SHOW NOTES
etc008: Schreibmythen für Anfänger
etc015: Betalesen
etc079: Nähe und Distanz (Filterworte)

etc089 Reviews

In der letzten Folge ging es um die akademische Interpretation von Büchern (und Gedichten), dafür beschäftigen wir uns heute mit Freiform-Interpretationen, die sich in Feld-, Wald- und Wiesenreviews auf amazon, goodreads, lovelybooks usw. finden – und zwar sowohl aus der Perspektive als Lesende als auch aus der Perspektive als Schreibende.
Und als Sahnehäubchen oben drauf schaun wir zum Schluss noch, was so passiert, wenn Intention auf Interpretation trifft, weil sich Schreibende in die Sphären der Lesenden gemischt haben.

KAPITEL
00:03:50 – Disclaimer
00:06:24 – Teil 1: Wir als Lesende
00:44:15 – Teil 2: Wir als Schreibende
01:14:23 – Teil 3: Crossing the Streams

SHOW NOTES

etc039: Der Tod des Autors
etc053: Ein-Stern-Reviews zu unseren Lieblingsbüchern
etc058: Message und Thema
etc083: Kognitive Verzerrungen, Teil Eins / etc084: Kognitive Verzerrungen, Teil Zwei

etc088 Interpretation

Für diese und die nächste Folgen begeben sich Ela und Tine mal auf die andere Seite. Ans Front-End des Schreibens, sozusagen, also dahin, wo die Leserschaft und die Rezensierenden sitzen, von denen einige Literaturwissenschaft studiert haben.

Heute geht es darum, wie man – streng nach Schule, aha, ahem. – ein Buch interpretiert, am Beispiel von Bram Stokers ‘Dracula’, auf das Ela und Tine bekannterweise total stehen. Außerdem interpretieren wir zwei Gedichte. Selbstgeschriebene… ohweh…

KAPITEL
00:08:02 – Buchinterpretation
00:09:21 – – Struktur
00:13:31 – – Was passiert?
00:15:59 – – Um wen geht es?
00:48:24 – – Wiederkehrende Motive und Themen
01:35:41 – Gedichtinterpretation
01:36:57 – — Tines Gedicht
01:59:13 – — Elas Gedicht
02:18:49 – Ping – Eine Anekdote

SHOW NOTES
etc031: Wie schreibt man ein Drehbuch? Teil 1: Theorie (Aktstruktur)
etc039: Der Tod des Autors
‘Ping’ by Samuel Beckett

Tines Gedicht auf Englisch
The second hand picking away
At the skeletal remains
Of this day’s memories
I’d hoped that these at least would last
Longer than what you felt for me
I wanted this to be forever
Until I didn’t see it in your eyes anymore
Yet my lovelorn heart whispered
What’s one more day?
I should have seen through it
Should have said no
But I said let’s do it
When I could have been the one to end it
Dignified, prepared, invented reasons at hand
But no
No
Greedily, all that was prepared today was
Our walk on the beach
Dinner
My hair
Dress
Make-up
And when I reached for your hand so hopefully you said
Awkwarrrd
And this is all that’s left of our break-up
Couldn’t you have pretended for another day? Two hours, three even, would have sufficed
A handfull of priced reminiscences to be had by me
Instead
The second hand picking away at awkward bones
I didn’t even listen, honestly
Should I have been?
Did I just imagine that you cried, too?

Tines Gedicht auf Deutsch
Der Sekundenzeiger nagt
An den knochigen Überresten
Der Erinnerungen dieses Tages
Ich hatte gehofft, dass wenigstens sie länger halten würden
Als das, was du für mich gefühlt hast
Ich wollte, dass es für immer ist
Bis ich es nicht mehr in deinen Augen sah
Doch mein Herz flüsterte voll Liebesweh
Was ist schon ein weiterer Tag?
Ich hätte es durchschauen
Hätte nein sagen müssen
Aber ich sagte: Machen wirs
Wenn ich es hätte sein können, die es beendet
Würdevoll, vorbereitet, ausgedachte Gründe bei der Hand
Aber nein
Nein
Voller Gier war nur vorbereitet:
Unser Strandspaziergang
Das Abendessen
Mein Haar
Kleid
Make-up
Und als ich so hoffnungsvoll die Hand nach deiner ausstreckte, sagtest du
Das ist jetzt peinlich
Und das ist alles, was von unserem Ende übrig ist
Hättest du nicht noch einen Tag lang so tun können als ob?
Zwei Stunden, drei sogar, wären genug gewesen
Eine handvoll kostbarer Erinnerungen, in die ich hätte fallen können
Stattdessen
Der Sekundenzeiger nagt an peinlichen Knochen
Ich habe nicht mal zugehört, wenn ich ehrlich bin
Hätt ich das tun sollen?
Hab ich mir nur eingebildet, dass du auch weinst?

Elas Gedicht
Am Bahnhof
Kleine Leben in Koffern
auf Händen getragen
verschleppt, verstellt, vertauscht, verloren
wohin es sie führt
Ans Ende der Reise
oder doch nur im Kreis

Fremde Blicke hinter Glas
und ewig die Frage
Was wäre wenn
Wie wäre ich du
Wozu wärest du ich

An einem Ort
an dem sich Geschichten kreuzen
Bleibt manches zurück
wenn Menschen
schneller als Gedanken reisen

etc084 Kognitive Verzerrungen, Teil Zwei

Und schon geht es weiter mit Biases – den Irrungen und Wirrungen des denkenden Hirns.
(Teil 1 findet ihr hier.)

KAPITEL
00:06:09 – Charaktere
00:06:25 – — Heiligenschein/Teufelshorn/Priming (Halo/Horn/Priming)
00:18:01 – — Verfügbarkeit (Availability heuristic)
00:30:25 – — Reziprozität
00:36:26 – — Empathie-Lücke (Empathy gap)
00:43:00 – Veröffentlichen
00:43:21 – — Überlebenden-/Ergebnis-Verzerrung (Surviviorship/Outcome bias)
00:49:15 – — Selbstverbessernde Kommunikation (Self-enhancing transmission)
00:55:00 – — Selbsterfüllende Prophezeiung (Self-fulfilling Prophecy)

etc083 Kognitive Verzerrungen, Teil Eins

Das menschliche Gehirn ist keine perfekte Rechenmaschine. Es ist eher faul, scheut vor unangenehmen Gefühlen zurück und möchte im allgemeinen, dass die Dinge so bleiben, wie sie sind, dass es recht hat und dass alles gut wird.
Das Gehirn denkt natürlich, dass es sich selbst und anderen damit einen Gefallen tut, aber in Wahrheit… how you say… fickt es uns auch ab und zu mal ganz ordentlich.
Das gilt für Entscheidungen im Alltag, aber eben auch für das Schreiben. Und so erzählt euch vor allem Tine heute mal was über Mind Fucks – gern auch Biases oder kognitive Verzerrungen genannt – damit ihr auf der einen Seite seltener auf euer eigenes Hirn hereinfallt und auf der anderen Seite die Beeinflussbarkeit der Hirne eurer Leserschaft für eure erzählerischen Zwecke nutzen könnt.

KAPITEL

00:04:47 – Generell
00:04:50 – — Planungsfehler (Planning fallacy)
00:11:20 – — Bestätigungsfehler (Confirmation bias)
00:18:00 – — Dunning-Krüger-Effekt
00:26:15 – — Aktualitätsverzerrung (Recency bias)
00:31:25 – Kritik und Überarbeiten
00:33:40 – — Negativitäts- vs Positivitäts-Verzerrung (Negativity vs Positivity bias)
00:41:40 – — Fundamentaler Attributionsfehler (Fundamental attribution error)
00:53:30 – — Versenkte Kosten / Verlustangst (Sunk cost / Loss aversion)
00:57:20 – — Entscheidungsstützende Verzerrung (Choice supportive bias)
01:00:20 – — Salienz-Effekt (Salience effect)
01:08:10 – — Mitläufer- vs Reaktanz-Effekt (Bandwagon vs Reactance effect)

SHOW NOTES
etc047: Studienberatung – Psychologie

etc080 Jubiläum 2020

Drei Jahre etc. Krass die Scheiße, Alter. Und ganz aus Versehen knacken wir mit dieser Folge auch noch unseren Längenrekord. Wer also gern fast vier Stunden lang lauschen möchte, wie Ela und Tine das vergangene Jahr resümieren, ein perfektes Buch zusammenstellen, ihren Charakteren unmögliche Fragen stellen und dann noch versuchen, einander mit je einem wirklich face/palm würdigen Interview zum Weinen zu bringen…
Klicken Sie… öh… oben. Oben auf den Knopf. Den, wo ‘Podcast abspielen’ draufsteht. Genau. Viel Spaß. Und guten Rutsch in 2021. Möge es weniger Fuckup sein als das vergangene.

KAPITEL
00:02:49 – Tines 2020 und Pläne
00:08:46 – Elas 2020, NaNo
00:20:41 – — Elas Pläne
00:31:24 – Schreibgeplauder
00:38:06 – Podcast Rückblick
00:46:40 – Podcast Ausblick
00:56:08 – Fun and Games
00:59:00 – — Das perfekte Buch
02:09:25 – — Interview mit dem Charakter
03:11:00 – — Das ätzendste Interview aller Zeiten – mit Ela
03:24:25 – — Das ätzendste Interview aller Zeiten – mit Tine

SHOW NOTES
etc064: Atmosphäre
etc053: Ein-Stern-Reviews zu unseren Lieblingsbüchern
Potter Plotlöcher Video
AC/DC Back in Black
Erzherzögliche Fabelwesensammlung
The Room Analyse

etc077 Kleine Tips am Rande

Manchmal sind es ja angeblich die kleinen Dinge, die das Leben lebenwert machen, und Ela und Tine springen heute voll auf diese Binsenweisheit auf, in dem sie euch die uncoole aber immerhin gerade Anzahl von 14 kleinen Schreibtips am Rande zu bringen. In der Hoffnung, dass sie euch das Schreibleben ein wenig lebenswerter, entspannter und genüsslicher machen mögen.

KAPITEL
00:02:16 – I. Methoden
00:02:19 – – Jedes Problem hat eine Lösung
00:06:46 – – Was ist das EIGENTLICHE GRUND-Problem?
00:19:04 – – Schreibe Dinge auf, um deinen Arbeitsspeicher zu entlasten
00:25:30 – – Macht euch Übersichten über bereits geschriebene Szenen
00:32:44 – – Nutze jede Sekunde, in der du dich auf nichts anderes konzentrieren musst, um im Kopf an deinem Text zu arbeiten
00:39:05 – – Probiere möglichst viele verschiedene Methoden aus
00:46:04 – II. Visualisierung
00:46:17 – – Suche Bilder von deinen Charakteren
00:57:22 – – Stelle dir deinen Chara in einer (für ihn) ungewöhnlichen oder (für dich) gewöhnlichen Situation vor
01:01:06 – – Bau Räume in einem 3D-Programm nach
01:05:09 – III. Motivation
01:05:25 – – Es gibt keine verschwendete Arbeit!!
01:13:49 – – Schreibe, was DIR gefällt, anstatt rumzuraten, was andere wollen könnten
01:25:27 – – Gönnt euch auch in Schreibphasen kleine Pausen
01:29:30 – – Klebt euch Zettel mit neuen Erkenntnissen oder Sachen, die ihr über wollt, an euren Monitor
01:32:18 – – Das Perfekte ist der Feind des Guten/Niemand erwartet Perfektion von dir (außer dir selbst)

SHOW NOTES

etc076 NaNoWriMo 2020

Das Jahr neigt sich dem Ende, NaNoWriMo ist da… Der perfekte Zeitpunkt, um wieder vom SlowMoWriMo anzufangen, zu hören, was Ela für dieses Jahr plant, und was Tine stattdessen sagt.

KAPITEL
00:02:06 – Recap
00:14:42 – Elas NaNo/SlowMo
00:19:02 – — Trennung von Community-Spirit und Produktivitäts-Mindset
00:22:02 – — Ziele und Reißleinen-Faktoren
00:28:49 – Tines NaNOPEWriMo
00:30:29 – — Grenzen, Schwächen und Unfähigkeiten identifizieren und akzeptieren
00:35:21 – — Bedürfnisse identifizieren und versorgen
00:46:45 – — Der Bogen zurück zum NaNoWriMo
00:53:02 – — Nachgestellter Disclaimer: Ihr MÜSST überhaupt nix…
00:55:58 – — … aber seid lieb zu euch 🙂

SHOW NOTES
etc066: Zielsetzung, Selbstmanagement und Burnout
etc045: NaNoWriMo, SlowMoWriMo
etc049: Preptober Wrap-up
etc052: NaNoWriMo Wrap-up

etc074 Schreibpausen, und wie man sie beendet

Neben dem Schreiben gibt es ja auch noch den ganzen Rest des Lebens, der einen gern mal zwingt, das Schreiben für eine Zeit auf Eis zu legen. Nicht schreiben zu dürfen, ist dabei schon schlimm genug, aber was tun, wenn man dann wieder könnte, aber… irgendwie… klappts nicht?
Ela und Tine erzählen euch heute mal ihre eigenen Erfahrungen und Vorgehensweisen. Vielleicht ist ja was dabei, das euch hilft.

KAPITEL
00:02:39 – Kurze Pause vs lange Unterbrechung
00:11:13 – Gründe für Pausen
00:23:00 – Strategien, um wieder reinzukommen
00:54:40 – Motivation

SHOW NOTES
* etc013: Die Schreibblockade
* etc038: Tempo, Spannung, Backstory: Informationsmanagement und Choreographie
* etc040: Der Tod des Buches
* etc066: Zielsetzung, Selbstmanagement und Burnout
* etc044: Ideenfindung für Anfänger_innen
* etc070: Wie man einen Plot ausbaut

etc072 Kritik für Anfänger

Mit Feedback umzugehen, ist gern mal schwer. Vor allem wenn man gerade erst mit dem Schreiben angefangen hat und sich dem ersten Feedback ever stellt. Die eigene Reaktion auf selbst gutgemeinte Anmerkungen oder Vorschläge kann einen da ziemlich aus der Bahn werfen.
Wie man sich als Anfängerin einen geschützten Rahmen schafft, in dem es leichter fällt, sich verwundbar zu machen, wie man lernen kann, weniger verwundbar zu sein, und wie man entscheidet, welches Feedback man wie umsetzen möchte und welches nicht, erklären Ela und Tine heute mal im Detail.

KAPITEL
00:04:00 – Erbetenes vs ungefragtes Feedback
00:29:40 – Die schwierige Trennung von Geschichte und Ego
00:51:25 – Feedback auswerten und umsetzen

SHOW NOTES
* etc015 Betalesen
* Shaelin Bishop on Getting Feedback