etc095 Perspektivwechsel

Wenn es um Geschichten mit mehreren Perspektiven geht, ist die Schreibcommunity ein wenig uneins. Die meisten sehen es sicher locker – oder schreiben sogar multiple Ich-Erzähler… – aber es gibt auch Leute, die finden, dass Perspektivwechsel innerhalb einer Szene, oder auch nur eines Kapitels international geächtet werden sollten.
Ela und Tine sind beide im Team Locker-Sehen-(aber-keine-multiplen-Ich-Erzähler-bitte-außer-in-unseren-Lieblingsbüchern-Was?-Wir-dürfen-uns-widersprechen-wir-sind-keine-Charaktere!) und heute bringen sie euch mal eine kleine Übersicht über die diversen Vor- und Nachteile, die eine mehrperspektivische Erzählweise mit sich bringt, und wie man die Vorteile am besten nutzt und die Nachteile vermeidet.

KAPITEL
00:01:57 – Pros
00:02:23 – — Mehrere Perspektiven
00:11:52 – — Mehr Möglichkeit Information zu verpacken
00:26:22 – — Hilft, Beziehungen zu zeigen
00:46:03 – — Mehr Abwechslung
01:00:05 – Contras
01:00:20 – — Zu viele Perspektiven können verwirren
01:07:32 – — Multiple Ich-Erzähler
01:15:59 – — Zu harte Sprünge könnten aus der Geschichte reißen
01:18:44 – Nähe und Distanz – Sprung vs Shift

SHOW NOTES
etc007: Erzähl-Zeit und -Perspektive
etc038: Tempo, Spannung, Backstory: Informationsmanagement und Choreographie
etc079: Nähe und Distanz

etc094 Selbst-Erkenntnisse

Wie heißt es so schön? Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. Beim Schreiben ist das sicher auch so, aber dann auch irgendwie nicht, denn wenn man die Selbsterkenntnis eines Charakters schreibt, ist das definitiv nicht der erste Schritt, sondern eher der dreißigste oder so.
Weil Erkenntnis – also, realistische, nachvollziehbare – fallen einem nur sehr selten aus heiterem Himmel auf den Kopf. Häufiger ist es ein langes Tappen im Dunkeln, bei dem man vielleicht vage das Gefühl hat, dass irgendwas nicht ganz run läuft, aber was genau…?
Wie solche Prozesse psychologisch gesehen funktionieren und wie man einen realistischen Prozess darstellen kann, ohne dass es repetitiv und langweilig wird, erklären Ela und Tine euch in dieser neusten Folge etc.

Wer nach dem Hören verwirrt ist, kann hier auch noch mal die Basics nachlesen.

KAPITEL
00:04:21 – Selbst-Entwicklung
00:05:39 – — Selbsterkenntnis
00:28:38 – — Gewohnheiten
00:37:04 – — Storytelling
01:00:50 – Plot-Erkenntnisse
01:00:56 – — Deus ex machina
01:03:44 – — Kreative Irrtümer und Missverständnisse
01:06:37 – — Rein durch Zufall

SHOW NOTES
etc047: Studienberatung – Psychologie
etc083: Kognitive Verzerrungen, Teil Eins
etc084: Kognitive Verzerrungen, Teil Zwei

etc093 Genre

Genre ist, wenn über gewisse Konstellationen von Tropes genügend Bücher geschrieben werden, damit sich jemand einen eigenen Namen dafür ausdenkt.
Und auf der einen Seite ist das total toll, aber auf der anderen Seite auch wieder nicht.
Warum, und wie das ist, wenn man gern auf Genre schreiben möchte, erklären Ela und Tine in der heutigen Folge etc.

KAPITEL
00:02:20 – Was ist Genre?
00:04:27 – Wie ordne ich meine Geschichte ein?
00:11:31 – Wie schreibe ich auf Genre?
00:30:12 – Vor- und Nachteile vom Schreiben auf Genre
00:31:30 – — Vorlieben
00:40:43 – — Authentizität
00:47:54 – — Originalität, Innovation und Naivität

SHOW NOTES
– Eine sehr ausführliche deutschsprachige Liste von Genres und Sub-Genres mit zum Teil sehr detaillierten weiterführenden Artikeln voller Beispiele und geschichtlichen Hintergründen
etc010: Konflikte
etc090: Irrige Annahmen
etc091: Tropes

etc092 Drehbücher und Theaterstücke

Weiter geht es in der Mini-Serie!

00:04:34 – Definition: Was macht ein Theaterstück/Drehbuch aus?
00:14:34 – Vor- und Nachteile
00:19:33 – Warum sollte man das schreiben wollen?
00:41:10 – Hauptbestandteile
00:42:17 – Prozess
00:56:44 – Was mach ich, wenn ich fertig bin?

etc031: Wie schreibt man ein Drehbuch? Teil 1: Theorie
etc032: Wie schreibt man ein Drehbuch? Teil 2: Praxis
Die Theaterstücke aus ‘Perlen für die Säue’
DUST – Sci-fi Kurzfilme
Joel Schumacher’s Phantom of the Opera: A Video Essay by Lindsay Ellis
Why is Cats? a question by Lindsay Ellis
Blake Snyder – Rette die Katze!
etc022: Shakespeare Rules (00:18:38 – Die 5-Akt-Struktur)
Skript Pipeline, The Black List
Theaterstück-Wettbewerbe

etc091 Tropes

CN: Dämonische Riesenspinnen in ‘Spinning Things Are Cooler’ und Bodyshaming in ‘Angel’s Charley’

Coole Typen drehen sich nicht um, wenn hinter ihnen was explodiert. Außerdem tragen Engel Trenchcoats, und wenn ein technisches Gerät ‘Mutter’ heißt, bedeutet das sowieso schon mal nichts Gutes.
Das ist so, weil Tropes.
Warum sie trotzdem keine Klischees sein müssen, erklären Ela und Tine in der heutigen Folge etc.

KAPITEL
00:02:47 – Was sind Tropes (vs Klischees vs Archetypen)
00:28:17 – Trope und Spiele
00:30:08 – — Ela – Spinning Things Are Cooler (6. Human Pet; 3. Spinning things are cooler; 1. Demon Spiders)
00:39:09 – — tine – Bloody Hilarious (9. Bloody Hilarious; 7. The Mentor Mascot; 1. With all due respect…)
00:46:56 – — Ela – Motherload (8. Trigger happy; 7. One Bad Mother, 4. Reforged Blade)
00:56:40 – — Tine – Angel’s Charley (2. The Honey Trap; 4. Angels in Trench Coats; 3. Polish the Turd)
01:07:00 – — Ela – Midnight Train to Somewhere (2. Ghost Trains; 5. Vain sorceress; 9. Arrows on fire)
01:17:18 – — Tine – Sharkie and Friends (5. Card Sharp; 6. Adults Are Useless; 8. Saying sound effects out loud)

SHOW NOTES
etc083: Kognitive Verzerrungen, Teil Eins
tv-tropes.org
Die Kinder der Zeit von Adrian Tchaikovsky
Kung Fury Für alle, die kein Englisch können, gibt es deutsche Untertitel. Also keine Ausreden hier. Angucken! 80er fühlen. Oh yeaaaah…

etc090 Irrige Annahmen

Wenn wir geboren werden, wissen wir alle bekanntermaßen überhaupt nichts. Und so beginnt der langsame, schmerzhafte Lernprozess, den wir ‘Leben’ nennen. Manchmal ist der rückblickend ziemlich peinlich, weil… naja, wir dachten nur, wir wüssten was, und dann stellt sich raus… Nope.
In der heutigen Folge haben Ela und Tine für euch ein paar der Dinge zusammengestellt, die sie irrigerweise für korrekt hielten, und die ihnen jetzt zum Teil ein bisschen peinlich sind.
Spaaaß! 😀

KAPITEL
00:02:14 – Tine: Inspiration kann man nicht erzwingen
00:18:01 – Ela: Das Outline muss ALLES enthalten
00:32:06 – Tine: Blumiger Stil ist immer wortreich
00:42:14 – Ela: Alles mit Pärchenkram ist Romance
00:46:19 – Tine: Alles, was Charaktere tun/denken, muss erklärt werden
01:00:06 – Ela: Gedanken und Monologe müssen in Ich-Form sein

SHOW NOTES
etc008: Schreibmythen für Anfänger
etc015: Betalesen
etc079: Nähe und Distanz (Filterworte)

etc089 Reviews

In der letzten Folge ging es um die akademische Interpretation von Büchern (und Gedichten), dafür beschäftigen wir uns heute mit Freiform-Interpretationen, die sich in Feld-, Wald- und Wiesenreviews auf amazon, goodreads, lovelybooks usw. finden – und zwar sowohl aus der Perspektive als Lesende als auch aus der Perspektive als Schreibende.
Und als Sahnehäubchen oben drauf schaun wir zum Schluss noch, was so passiert, wenn Intention auf Interpretation trifft, weil sich Schreibende in die Sphären der Lesenden gemischt haben.

KAPITEL
00:03:50 – Disclaimer
00:06:24 – Teil 1: Wir als Lesende
00:44:15 – Teil 2: Wir als Schreibende
01:14:23 – Teil 3: Crossing the Streams

SHOW NOTES

etc039: Der Tod des Autors
etc053: Ein-Stern-Reviews zu unseren Lieblingsbüchern
etc058: Message und Thema
etc083: Kognitive Verzerrungen, Teil Eins / etc084: Kognitive Verzerrungen, Teil Zwei

etc088 Interpretation

Für diese und die nächste Folgen begeben sich Ela und Tine mal auf die andere Seite. Ans Front-End des Schreibens, sozusagen, also dahin, wo die Leserschaft und die Rezensierenden sitzen, von denen einige Literaturwissenschaft studiert haben.

Heute geht es darum, wie man – streng nach Schule, aha, ahem. – ein Buch interpretiert, am Beispiel von Bram Stokers ‘Dracula’, auf das Ela und Tine bekannterweise total stehen. Außerdem interpretieren wir zwei Gedichte. Selbstgeschriebene… ohweh…

KAPITEL
00:08:02 – Buchinterpretation
00:09:21 – – Struktur
00:13:31 – – Was passiert?
00:15:59 – – Um wen geht es?
00:48:24 – – Wiederkehrende Motive und Themen
01:35:41 – Gedichtinterpretation
01:36:57 – — Tines Gedicht
01:59:13 – — Elas Gedicht
02:18:49 – Ping – Eine Anekdote

SHOW NOTES
etc031: Wie schreibt man ein Drehbuch? Teil 1: Theorie (Aktstruktur)
etc039: Der Tod des Autors
‘Ping’ by Samuel Beckett

Tines Gedicht auf Englisch
The second hand picking away
At the skeletal remains
Of this day’s memories
I’d hoped that these at least would last
Longer than what you felt for me
I wanted this to be forever
Until I didn’t see it in your eyes anymore
Yet my lovelorn heart whispered
What’s one more day?
I should have seen through it
Should have said no
But I said let’s do it
When I could have been the one to end it
Dignified, prepared, invented reasons at hand
But no
No
Greedily, all that was prepared today was
Our walk on the beach
Dinner
My hair
Dress
Make-up
And when I reached for your hand so hopefully you said
Awkwarrrd
And this is all that’s left of our break-up
Couldn’t you have pretended for another day? Two hours, three even, would have sufficed
A handfull of priced reminiscences to be had by me
Instead
The second hand picking away at awkward bones
I didn’t even listen, honestly
Should I have been?
Did I just imagine that you cried, too?

Tines Gedicht auf Deutsch
Der Sekundenzeiger nagt
An den knochigen Überresten
Der Erinnerungen dieses Tages
Ich hatte gehofft, dass wenigstens sie länger halten würden
Als das, was du für mich gefühlt hast
Ich wollte, dass es für immer ist
Bis ich es nicht mehr in deinen Augen sah
Doch mein Herz flüsterte voll Liebesweh
Was ist schon ein weiterer Tag?
Ich hätte es durchschauen
Hätte nein sagen müssen
Aber ich sagte: Machen wirs
Wenn ich es hätte sein können, die es beendet
Würdevoll, vorbereitet, ausgedachte Gründe bei der Hand
Aber nein
Nein
Voller Gier war nur vorbereitet:
Unser Strandspaziergang
Das Abendessen
Mein Haar
Kleid
Make-up
Und als ich so hoffnungsvoll die Hand nach deiner ausstreckte, sagtest du
Das ist jetzt peinlich
Und das ist alles, was von unserem Ende übrig ist
Hättest du nicht noch einen Tag lang so tun können als ob?
Zwei Stunden, drei sogar, wären genug gewesen
Eine handvoll kostbarer Erinnerungen, in die ich hätte fallen können
Stattdessen
Der Sekundenzeiger nagt an peinlichen Knochen
Ich habe nicht mal zugehört, wenn ich ehrlich bin
Hätt ich das tun sollen?
Hab ich mir nur eingebildet, dass du auch weinst?

Elas Gedicht
Am Bahnhof
Kleine Leben in Koffern
auf Händen getragen
verschleppt, verstellt, vertauscht, verloren
wohin es sie führt
Ans Ende der Reise
oder doch nur im Kreis

Fremde Blicke hinter Glas
und ewig die Frage
Was wäre wenn
Wie wäre ich du
Wozu wärest du ich

An einem Ort
an dem sich Geschichten kreuzen
Bleibt manches zurück
wenn Menschen
schneller als Gedanken reisen

etc087 Überarbeiten für Anfänger

‘Fertig’ ist ja, wenn es ums Schreiben geht, ein eher dehnbarer Begriff – vor allem wenn man veröffentlichen möchte.
Weil, dass man den letzten Satz einer Geschichte geschrieben hat, bedeutet noch lange nicht, dass man sie jetzt in die Welt entlassen kann. Erst kommt noch das Überarbeiten. Und das zweite Überarbeiten. Und das dritte Überarbeiten. Und das Einarbeiten von Betakritik. Und das vierte Überarbeiten. Und…
Für manche ist das eine Welt aus Schmerz, vor allem wenn man gerade erst mit dem Schreiben angefangen hat. Ela und Tine hingegen überarbeiten gern und sammeln korrigierte Fehler wie die Eichhörnchen ihren Wintervorrat. Wie sie dabei vorgehen, früher mal vorgingen und in der Zukunft vielleicht vorgehen werden, erzählen sie heute, auf dass es jemandem dort draußen helfen möge, das eigene Überarbeiten in den Griff zu kriegen und zu optimieren.

KAPITEL
00:02:52 – – Elas Methode (Vom Groben ins Feine)
00:03:16 – — Früher
00:09:33 – —– Heute
00:19:20 – —– Konkretes Vorgehen
00:35:55 – —– Zukunftspläne
00:38:42 – – Tines Methode (Holistische Häppchen)
00:39:25 – —– Früher
00:42:15 – —– Heute
01:07:10 – —– Zukunftspläne
01:10:13 – – Woran merke ich, dass ich fertig bin?
01:15:35 – – Braucht man Betaleser/Lektoren/Korrektoren?

SHOW NOTES
Elas Video zum Selbstdefinieren von Erfolg
etc015: Betalesen
etc024: Überarbeiten
etc072: Kritik für Anfänger
etc070: Wie man einen Plot ausbaut
Tines Blogpost zum Thema: Die Geheimwaffe für effektiveres Überarbeiten: Text-To-Speech

etc086 Titel, Cover, Klappentext

Oft sind es die kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen, aber manche kleinen Dinge können einem auch ganz schön den Tag versauen. Titel, Cover und Klappentext gehören für manch schreibendes Wesen dazu.
Bei Ela und Tine ist es mal so, mal so, und heute erzählen sie euch, wie sie das so machen, wenn sie ums Verrecken keinen guten Titel finden, keine zündende Idee für ein Cover haben und das mit dem Klappentext schon mal überhaupt gar nicht funktioniert. (Spoiler: Leise weinen ist nur der erste Schritt; danach kommt noch was.)

KAPITEL

00:02:59 – Titel
00:35:57 – Cover
01:05:15 – Klappentext (und Pitch und Tagline)

SHOW NOTES

Buch-Cover Erstellen mit Rachel