etc039 Der Tod des Autors


Heute wird es mal ein bisschen philosophisch (aber keine Sorge, was das Thema für Autorinnen praktisch relevant macht, erklären wir auch).
Ist Kunst losgelöst, transzendent und unsterblich? Oder steckt sie für immer in ihrem kulturellen Kontext fest? Und wie ist eigentlich das Verhältnis von Autorin und Werk? Kann man beide von einander trennen? Sollte man? Oder lieber nicht? Oder doch? Und stimmt es eigentlich, dass 2 Menschen nie wirklich das gleiche Buch lesen? Aber wer entscheidet dann, wie ein Werk gemeint ist? Autorin? Leserschaft? Literaturstudentinnen in der fernen Zukunft? Oder Niemand je wirklich? Alle diese und vielleicht noch ein paar andere Fragen werden wir heute definitiv nicht abschließend beantworten, aber darüber sprechen macht ja auch schon Spaß!

KAPITEL
00:01:54 – Was ist Der Tod Des Autors?
00:06:14 – Elas Literaturstudierter Input:
00:06:15 — Es gibt keine losgelöste Kunst
00:11:31 — Mehrfach unsterbliche und transzendentale Kunst
00:17:38 — Moderne Interpretationen
00:23:38 — Darf der Autor sein Werk beeinträchtigen?
00:28:06 — Das Ping-Ding – Erfahrungshorizonte
00:32:30 — Und warum ist das alles nun für Autorinnen relevant?
00:40:30 – Fünf weitere Aspekte von Tine
00:41:11 — 1. Essenzialismus: Objekt/Benutzer vs Autor/Brainchild
00:46:05 — 2. Legitime Kritik vs Sanesplaining
00:49:59 — 3. Was getan wird, hängt davon ab, wer es tut
00:59:06 — 4. Privates Erleben vs Bücher als sozial relevantes Kulturgut
01:19:05 — 5. Interpretationsspielraum als Empowerment
01:25:15 – Nochmal Relevanz
01:26:34 – Wie sehen wir das als Autorinnen?
01:27:27 — Elas Ansichten
01:33:56 — Tines Ansichten
01:45:00 – Wozu dann Betaleser?

SHOW NOTES
* The romanticization of mental illness needs to stop
* Lindsay Ellis über ‘Death of the Author’
* Michael Bays ‘Transformers’-Serie in 20 verschiedenen Lesarten
* Tines Kritik zu ‘Veronika beschließt zu sterben’
* Immer gut: PhilosophyTube
* Ela über Mists of Avalon
* Brené Brown & Elas Blogpost zu Betas

etc036 Warum wir Bücher nicht zuende lesen

Es gibt so Leute, die leben mit dem Anspruch, alles, was sie anfangen, auch zuende zu bringen – unter anderem auch Bücher.
Ela und Tine gehören nicht zu diesen Leuten. In der heutigen Folge diskutieren sie deshalb ein paar Beispiele von Büchern, an denen sie gescheitert sind, und suchen nach Gründen.

KAPITEL
00:01:53 – Herr der Ringe
00:07:22 – Otherland
00:25:04 – The Long Earth
00:42:28 – Varney, the Vampire
00:55:58 – The Knife of Never Letting Go
01:11:29 – Half Bad
01:29:55 – Jurassic Park
01:47:10 – 150 andere Lesestopper

etc027 Ein Jahr Etc! Juhu!

Seit einem Jahr beschallen Ela und Tine nun schon das Internet mit ihren super coolen, mega relevanten und extrem hilfreichen Tips und Einsichten in Sachen Schreiben. Hört ihnen hier zu, wie sie zur Feier des Tages ihre übliche Sendungslänge von knapp zwei Stunden um eine Stunde überbieten, indem sie ihr Schreibjahr reflektieren, eure Zuhörerinnenfragen beantworten und lustige kleine Spielchen spielen.
Ganz zum Schluss erzählen wir noch Stuss darüber, was in der nächsten Folge passiert. Das sind nämlich noch nicht die Basics für Starke Charaktere, die kommen erst in Folge 29. In Folge 28 reden wir über populäre Schreibtips, an die wir uns nicht halten.

Unsere Jubiläums-Sendung gibt es übrigens auch als Video! Guckst du hier:

KAPITEL
00:02:35 – Wie sind wir dieses Jahr so mit unseren Projekten vorangekommen, wie haben wir das angestellt, sind wir zufrieden damit, wollen wir was ändern?
00:14:07 – Was haben wir dieses Jahr schreibtechnisch neu gelernt oder worauf haben wir fokussiert, warum und was hat es gebracht?
00:25:06 – Hat das Podcasten uns schreibtechnisch irgendwas gebracht?
00:40:29 – Eure Fragen
00:43:03 – –1. Baut ihr Leute die ihr kennt, in eure Bücher ein?
00:49:12 – –2. Wie kriegt man Ideen? (oder auch: Wie kultiviert man sein Gehirn eine Idee zu erkennen)
00:57:25 – –3. Wie entscheidet man welche Idee für was taugt? (Buch, Novelle, Kurzgeschichte, Drehbuch etc.)
01:00:36 – –4. Aber was, wenn ich irgendwann feststelle, dass das alles (die Geschichte oder das Schreiben) keinen Spaß macht? (Oder auch, Vision vs Realität und wenn WiPs sterben)
01:10:54 – –5. Aber was wenn es keiner liest/mag? (Oder auch: Das Leben ist nicht fair und wie man mit Frust umgeht)
01:27:10 – –6. Aber was wenn ich das in 10 Jahren total peinlich finde? (Tangent zu self-publishing, Teenagern und Einstellungsfragen;-)
01:29:00 – –7. Bonusfrage zur Versammlung: Warum ausgerechnet re-imagening? Und warum Faust?
01:29:30 – Spielchen
01:32:04 – — 1 Minute Challenge (flott)
01:35:07 – — 1 Minute Challenge (gemütlich)
01:35:20 – — 1. Welcher deiner Charas ist dir am ähnlichsten/mit wem identifizierst du dich am meisten?
01:38:17 – — 2. Welcher Chara ist am wenigsten wie du? (ausgenommen Bösewichte)
01:43:06 – — 3. Worauf achtest du, wenn du Bösewichte entwirfst?
01:48:28 – — 4. Wenn du deinem jungen Schreib-Ich einen Rat geben könntest, welcher wäre das?
01:50:54 – — 5. Welche Charaktere sind die schwierigsten (zu schreiben) für dich?
01:55:59 – — 6. Welche Charaktere fallen dir am leichtesten?
02:00:18 – — 7. Was war deine beste Idee/dein inspirativster Moment bisher?
02:05:05 – — 8. Welcher Part deines WiP (oder überhaupt) hat sich am wenigsten verändert seit dem 1. Draft?
02:10:03 – — 9. Gibt es Dinge, die immer wieder beim Überarbeiten rausfliegen?
02:19:30 – — 10. Welche Szene/Kapitel war bisher das schwerste zu schreiben?
02:25:26 – — Drama-Toolkit
02:31:45 – — Wagner
02:36:32 – — Anjali
02:47:20 – — Story-Spielchen
02:49:51 – — Piano Katze
02:55:12 – — Der Bär im Park
03:00:12 – — Weltverbesserungs-Waschbär
03:05:40 – — Der dickensianische Zahnarzt-Azubi
03:09:55 – Unsere Wünsche fürs neue Jahr

etc026 Gute schlechte Bücher

Es gibt so Bücher, die sind nicht gut, aber man liest sie trotzdem immer wieder. Was es mit vier dieser Bücher auf sich haben könnte, dass Ela und Tine sie trotz offensichtlicher Mängel und offensichtlicher Verstöße gegen ansonsten heilige Regeln Des Persönlichen Geschmackes Und Qualitätsempfindens zu ihren Lieblingsbüchern zählen, wird in dieser Folge vielleicht nicht erklärt, aber zumindest untersucht.
Und es macht ja auch Hoffnung, zu wissen, dass selbst richtig schlechte Bücher irgendwie voll gut sein können.

KAPITEL
00:03:02 – Vom Winde Verweht – Margaret Mitchell
00:04:16 – Rassismusdisclaimer Anfang
00:13:55 – Rassismusdisclaimer Ende
00:27:54 – Das Hotel am See – Martha Grimes
00:41:25 – Wolf Hall – Hillary Mantel
01:01:05 – Moby Dick – Herman Melville

etc025 Fanfiction

Fanfiction ist ein ziemlich verschrieenes Thema. Größtenteils zu Unrecht, wie Tine in der heutigen Interviewfolge erklärt, denn nicht nur gibt es einzelne Literatur-Klassiker, die in Wahrheit Fanfiction sind, ganze anerkannte Genres bestehen nur und ausschließlich aus Fanfiction. Abseits dieser Legitimation durch die Leitkultur hat Fanfiction aber auch eine wichtige soziale Funktion, da sie Menschen eine Plattform bietet, deren Lebenswelt von eben dieser Leitkultur ignoriert wird.

KAPITEL
00:01:32 – Was ist Fanfiction?
00:04:10 – Vorurteile über Fanfiction
00:08:45 – Die Wahrheit über Fanfiction
00:10:40 – Fanfics, die Klassiker wurden
00:29:00 – Emanzipation und kulturelle Revolution
00:44:44 – Klebstoff für die Fangemeinde
00:50:14 – Warum hast du mit Fanfiction angefangen?
01:00:58 – Fanfiction als Einstiegsdroge
01:08:28 – Gibt es etwas, das Fanfiction nicht darf?
01:15:13 – Sagt Fanfiction etwas über die Quellgeschichte aus?
01:24:56 – Gibt es noch etwas anderes als Phantom-Fanfiction für dich?
01:34:36 – Wie fändest du Fanfics zu deinen eigenen Geschichten?
01:49:11 – Fanfics, die uns schocken würden
01:59:15 – Tips für neue Fanfic-Autorinnen

NOTES

etc022 Shakespeare Rules

William ‘Dickjokes’ Shakespeare ist nicht der Heilige Gral des Kunstverständnisses. Trotzdem – oder grade deswegen – hat Ela viele Semester an der Uni damit zugebracht, seine Arbeiten zu analysieren, und sie hat es nicht bereut.
Warum wir uns als Erzählende auch nach 600 Jahren noch das eine oder andere bei Shakespeare abgucken können, und was das so unter anderem ist, erklärt Ela in ihrem heutigen Interview.

KAPITEL
00:02:18 – Warum Anglistik?
00:08:33 – Das Schlüsselstück
00:13:28 – Was hast du aus Shakespeare gezogen?
00:18:38 – Die 5-Akt-Struktur
00:27:46 – Charaktergetriebene Konflikte
00:52:09 – Sprachgebrauch, Neologismen, Metaphern
01:05:45 – Zeitlosigkeit und Originalität
02:01:11 – Feminismus und Subversion
02:12:17 – Szenengestaltung

SHOW NOTES

etc017 Ein Interview mit Tine

Die heutige Folge steht ganz im Zeichen der Tine. Warum schreibt sie? Was schreibt sie? Und wie um alles in der Welt schreibt man mit einer anderen Person zusammen (Corinna Manns) fast 2000 Seiten charaktergetriebene Epik?

KAPITEL

  1. 00:02:44 – Warum hast du mit dem Schreiben angefangen?
  2. 00:05:19 – Weißt du noch, wie der erste Tag war, an dem du geschrieben hast?
  3. 00:09:18 – Wie fühlt sich das Schreiben für dich an?
  4. 00:13:20 – Was begeistert dich im Allgemeinen an einer/m Story/Charakter/Konflikt?
  5. 00:23:39 – Was nervt dich am Schreiben?
  6. 00:26:57 – Wie bist du zu der Idee gekommen deine “Schreibe” mit jemand anderem zu teilen?
  7. 00:35:06 – Wie funktioniert Outlining, Plotting und Charakterentwicklung anders, wenn man es nicht alleine macht?
  8. 00:53:27 – Was sind die wichtigsten Voraussetzungen für das Kooperativen Schreiben und wie gestaltet man das technisch/logistisch/erzählerisch/stilistisch?
  9. 01:20:27 – Gab es mal einen Punkt, an dem du absolut nicht zum Kompromissen bereit warst? Und was waren die “schlimmsten” Meinungsverschiedenheiten?
  10. 01:38:36 – Wie hat das Kooperative Schreiben deinen Stil und deine Arbeitsweise verbessert/geprägt?

SHOW NOTES

  • Tines Review zu Gaston Leroux’ ‘Das Phantom der Oper’
  • Tines Notizbuch-Video
  • ‘Perlen für die Säue’, die Anthologie, für die Ela und ich zusammen die Kurzgeschichtenreihe ‘Was ist Liebe?’ erarbeitet haben. Ein paar von Tines Beiträgen könnt ihr auf tine-schreibt.de unter ‘Kurzes’ -> ‘Was ist Liebe?’ lesen.
  • Das Mädel auf youtube, das 25.000 Milliarden Worte am Tag schreibt: Kate Stark
  • Dann hat Tine mal die Seitenzahlen nachgeguckt, und wenn man 400 Worte/Seite zählt, sind es:
    * Félicie: 13 Kapitel, 141 Seiten
    * Ozeane der Zeit: 42 Kapitel, 436 Seiten
    * Die Bestie von Quevillon: 101 Kapitel, 1168 Seiten
    * Und das unvollendete Queen of Argyll: 23 Kapitel, 238 Seiten
    Summa summarum sagen wir mal 2.000 Seiten.
  • Und nicht zu vergessen: Die Blobfisch

etc015 Betalesen - Bonusmaterial mit einem praktischen Beispiel

Wie in der Episode schon angekündigt, könnt ihr euch hier über vier Stunden lang anhören, wie es klingt, wenn Ela und Tine zusammen betalesen.

Den Text, um den es geht, könnt ihr euch hier herunterladen: versammlung_2018-03-17.pdf

Ela erzählt aber auch noch mal ein bisschen, worum es geht, was so der Stand der Dinge ist und so weiter.

etc014 Ein Interview mit Ela


Heute geht es mal ganz um Ela, warum sie schreibt, was sie schreibt, wie sie schreibt und wie es kommt, dass sie es einfach nicht schafft, mal für mehr als ein Buch bei einem Genre zu bleiben.

KAPITEL

  1. 00:03:55 – Warum hast du mit dem Schreiben angefangen?
  2. 00:15:34 – Weißt du noch, wie der erste Tag war, an dem du geschrieben hast?
  3. 00:22:36 – Wie fühlt sich das Schreiben für dich an?
  4. 00:29:18 – Was begeistert dich im Allgemeinen an einer/m Story/Charakter/Konflikt?
  5. 00:34:47 – Was nervt dich am Schreiben?
  6. 00:49:37 – Wie war dein Umstieg vom Superplaner zum eher pantsigen Schreiber?
  7. 01:03:18 – Wieso hast du vom Chara- zum Plotgetriebenen gewechselt?
  8. 01:12:26 – Welche Erkenntnisse hattest du bei deinen diversen Genre-Wechseln?
  9. 01:42:15 – Gibt es einen Unterschied zwischen dem, was du gerne schreibst und dem was du gerne liest?
  10. 01:50:54 – Wo hast du dich in deiner Schreibe zuletzt verbessert?
  11. 01:57:48 – Welche Art zu schreiben ist dir ein Rätsel, das du dringend lösen möchtest?
  12. 02:12:04 – Elas Schlusswort

SHOW NOTES