etc041 Welche Art Autor_in bist du?

Achtung, in dieser Folge hört man die Hunde wieder! (1:52:50-1:54:20)

Plotter, Pantser, Profi, Hobbyist, Verlegt, Selbstveröffentlicht – es gibt so viele verschiedene Arten und Weisen, eine Autorin oder ein Autor zu sein, und an vielen dieser Entweder-Oder-Dichotomien scheiden sich gern mal die Geister.
Spaßeshalber – und auch der Bildung und Selbsterkenntnis halber – reden Ela und Tine heute mal über acht dieser Dichotomien und verorten sich und ihre Schreibe auf dem Spektrum.

KAPITEL
00:02:49 – 1. Introvert vs Extrovert?
00:05:29 – — 1.1 Alleine oder zusammen schreiben?
00:17:29 – — Introvertiert sein in einer extrovertierten Welt
00:20:44 – — 1.2. Über das Schreiben reden oder nicht?
00:31:29 – — Selbstvermarktungszwang
00:43:03 – 2. Gesprächig vs schweigsam
00:54:42 – 3. Genre-spezifisch oder Mir Egal?
01:16:24 – 4. Locker gewebt vs krampfig?
01:25:14 – 5. Poetisch vs pragmatisch
01:33:49 – 6. Plotter vs Pantser
01:49:44 – 7. Traditionell vs self-published
01:52:54 – Hunde (Anfang)
01:54:20 – Hund (Ende)
02:01:18 – 8. Hobby vs Karriere

SHOW NOTES
– Video re: Man muss sich vermarkten/Die Angst, über sich selbst zu sprechen;
– Vortrag: Das Vertraute im Fremden
– Tines Blogpost zum Thema Nerv-Tweeten
– Tines Extrem-Pantsing Experiment
– Annie Dillard (nicht Dillinger -.-) The Writing Life

etc040 Der Tod des Buches

Nicht jede Idee eignet sich wirklich für einen Roman. Und manche eignen sich nichtmal für eine Kurzgeschichte. Aber woran erkenne ich, ob das Projekt, an dem ich gerade feststecke und verzweifle, an so einer ungeeigneten Idee scheitert, oder ob mir als Autorin nur der rechte Anpack fehlt?
In der heutigen Folge etc beschäftigen sich Ela und Tine mit genau diesem Thema, und liefern eine handliche Checkliste, sowie allerlei motivierende Statements rund um hakende und sterbende Projekte.

KAPITEL
00:03:17 – Eigene Erfahrungen
00:13:10 – Unlust oder Tod?
00:14:16 – — 1. Feedback von Innen – Rückschritt als Fortschritt
00:18:45 – — Plotter’s Panic
00:22:43 – — Der Mythos von den klaren Schreibphasen
00:24:45 – — 2. Feedback von außen – Begeisterung wecken
00:31:55 – Dranbleiben Revisited
00:32:25 – — Jedes Problem ist lösbar
00:36:38 – — Shelving vs Killing
00:44:04 – Elas Checkliste für jede Sinnkrise
00:48:06 – Fazit: Shelving ist kein Versagen!

SHOW NOTES
– Elas Blogartikel zum Thema
– Unsere Episode zum Thema Dranbleiben

etc039 Der Tod des Autors


Heute wird es mal ein bisschen philosophisch (aber keine Sorge, was das Thema für Autorinnen praktisch relevant macht, erklären wir auch).
Ist Kunst losgelöst, transzendent und unsterblich? Oder steckt sie für immer in ihrem kulturellen Kontext fest? Und wie ist eigentlich das Verhältnis von Autorin und Werk? Kann man beide von einander trennen? Sollte man? Oder lieber nicht? Oder doch? Und stimmt es eigentlich, dass 2 Menschen nie wirklich das gleiche Buch lesen? Aber wer entscheidet dann, wie ein Werk gemeint ist? Autorin? Leserschaft? Literaturstudentinnen in der fernen Zukunft? Oder Niemand je wirklich? Alle diese und vielleicht noch ein paar andere Fragen werden wir heute definitiv nicht abschließend beantworten, aber darüber sprechen macht ja auch schon Spaß!

KAPITEL
00:01:54 – Was ist Der Tod Des Autors?
00:06:14 – Elas Literaturstudierter Input:
00:06:15 — Es gibt keine losgelöste Kunst
00:11:31 — Mehrfach unsterbliche und transzendentale Kunst
00:17:38 — Moderne Interpretationen
00:23:38 — Darf der Autor sein Werk beeinträchtigen?
00:28:06 — Das Ping-Ding – Erfahrungshorizonte
00:32:30 — Und warum ist das alles nun für Autorinnen relevant?
00:40:30 – Fünf weitere Aspekte von Tine
00:41:11 — 1. Essenzialismus: Objekt/Benutzer vs Autor/Brainchild
00:46:05 — 2. Legitime Kritik vs Sanesplaining
00:49:59 — 3. Was getan wird, hängt davon ab, wer es tut
00:59:06 — 4. Privates Erleben vs Bücher als sozial relevantes Kulturgut
01:19:05 — 5. Interpretationsspielraum als Empowerment
01:25:15 – Nochmal Relevanz
01:26:34 – Wie sehen wir das als Autorinnen?
01:27:27 — Elas Ansichten
01:33:56 — Tines Ansichten
01:45:00 – Wozu dann Betaleser?

SHOW NOTES
* The romanticization of mental illness needs to stop
* Lindsay Ellis über ‘Death of the Author’
* Michael Bays ‘Transformers’-Serie in 20 verschiedenen Lesarten
* Tines Kritik zu ‘Veronika beschließt zu sterben’
* Immer gut: PhilosophyTube
* Ela über Mists of Avalon
* Brené Brown & Elas Blogpost zu Betas

etc038 Tempo, Spannung, Backstory: Informationsmanagement und Choreographie

ACHTUNG: Zwischen 01:01:26 und 01:02:13 hört man im Hintergrund Sirenen.

Was bringen dir deine komplex entwickelten Charaktere, wenn sie für deine Leserschaft nicht lebendig werden können? Was bringt dir ein Dutzend ausgefuchster Plotstränge in drei Zeitebenen, wenn du sie in keine sinnvolle Reihenfolge gebracht kriegst? Was bringt dir deine detaillierte Fantasy-Welt, wenn sie immer wieder zum Infodump verkommt?
Nichts. Sie bringen nichts. Und all deine schönen Ideen, all die schönen Informationen, mit denen du deine Leserschaft eigentlich begeistern willst, verpuffen ineffektiv und langweilig im Wortsalat.

Aber es gibt Abhilfe: Informationsmanagement bzw. Choreographie
Dieses Konzept zu verstehen und im Kopf zu behalten, wird dir helfen, deine Charaktere lebendig, deine Plots spannend und deine Welten immersiv zu machen.
Ein paar Denkanstöße und viele anschauliche Beispiele – gelungene wie verkackte – geben Ela und Tine in der heutigen Folge.
Hört also auf jeden Fall rein. Denn Informationsmanagement ist eine unerlässliche Fertigkeit, die jede Autorin und jeder Autor jeden Tag für jede Szene immer wieder braucht.

KAPITEL
00:01:40 – Der Mehrwert dieser Folge
00:04:02 – Zwei Begriffe, eine Bedeutung
00:04:28 – — Informationsmanagement
00:06:30 – — Choreographie
00:09:12 – Backstory
00:12:05 – — The Merciless – Danielle Vega
00:17:26 – — Darker Shade of Magic – V.E.Schwab
00:25:38 – — Tines Lovecraft Fanfic
00:30:42 – — Elas Versammlung
00:33:19 – —— Elas Verschiebetechnik für überfrühte Info
00:38:30 – Worldbuilding
00:39:31 – — Dark Days Club – Alison Goodman
00:41:29 – — Objekte zeigen vs Objekte erklären
00:44:01 – — Sone Zombie-Geschichte
00:47:24 – —— Emotional angeknüpfte Information
00:48:12 – — Ela: Worldbuilding in Elysion
00:53:16 – —Was nicht reinpasst, gehört auch nicht rein
00:55:07 – — Ein neues Heim für runtergefallene Info
00:59:55 – Reihenfolge und Perspektive
01:01:26 – ((Sirenen Anfang))
01:02:13 – ((Sirenen Ende))
01:03:38 – — Tine: Zwei Beispiele aus Haunting Jack
01:03:47 – —— 1. Reihenfolge macht wichtig
01:08:53 – —— 2. Setup und überhängende Aktion
01:14:07 – — Tine: Das Prinzip der Schönheit: Gezieltes Charakterhopping (Charakterschlängeln)
01:20:21 – — Ela: Elysion
01:20:24 – —— Zwischen Orten und Zeiten springen
01:24:32 – — —Perspektivwahl bei großen Casts
01:28:04 – — Ela: Der Rosenfriedhof: Spotlights/Episodisches Erzählen
01:38:09 – Kurz oder lang, jetzt oder später?
01:41:40 – — Tine: Emotionaler Impact
01:44:47 – — Kurz was zum Informationsmonster
01:48:31 – — Ela: Zeitsprünge für szenischen Mehrwert
01:53:29 – — Nicht in sich geschlossene Szenen
01:55:37 – Das Informations-Monster bändigen
01:55:58 – — Tines Strategie
02:01:44 – — Elas Strategie

SHOW NOTES
* The Ministry of Silly Walks
* The Ministry of Pretty Walks
* Der Todbringer
* Elas Rezi zu Darker Shade of Magic
* Tines Video-Review von The Dark Days Club

Die versprochene Übersicht… Und das sind nur die ersten fünf Instanzen; danach kommen noch dreitausend mehr.

etc037 Von der ersten Idee zum ersten Outline


Aus einer Idee alleine lässt sich noch kein Roman bauen. Was kann man also tun, um aus einer Idee mehr zu machen, sie zu entwickeln und einen Plot und Charaktere daraus zusammenzusetzen? Und woher weiß ich, wann ich soweit bin, mit dem eigentlichen Schreiben anzufangen?
Das sind wichtige Fragen für Anfängerinnen, die Ela und Tine heute Kraft ihrer eigenen Erfahrungen zu beantworten versuchen.

KAPITEL
00:02:16 – Ideen finden
00:23:19 – Ideen entwickeln
00:48:33 – Ideen ordnen
01:11:10 – Wann fängt man an, die Geschichte zu schreiben?

etc036 Warum wir Bücher nicht zuende lesen

Es gibt so Leute, die leben mit dem Anspruch, alles, was sie anfangen, auch zuende zu bringen – unter anderem auch Bücher.
Ela und Tine gehören nicht zu diesen Leuten. In der heutigen Folge diskutieren sie deshalb ein paar Beispiele von Büchern, an denen sie gescheitert sind, und suchen nach Gründen.

KAPITEL
00:01:53 – Herr der Ringe
00:07:22 – Otherland
00:25:04 – The Long Earth
00:42:28 – Varney, the Vampire
00:55:58 – The Knife of Never Letting Go
01:11:29 – Half Bad
01:29:55 – Jurassic Park
01:47:10 – 150 andere Lesestopper

etc035 Plot Twists

Jeder will sie, jeder braucht sie – angeblich. Aber so ganz allgemein sind Ela und Tine eher unbegeistert, wenn es um Plot Twists geht.
Und deshalb erzählen sie heute, was Plot Twists sind, welche man häufig antrifft und was genau sie zu so einem ungeeigneten, uneleganten, ausgelutschten, abgedroschenen, unnötigen, hinderlichen und ganz und gar nicht notwendigen erzählerischen Mittel macht.

KAPITEL
00:01:30 – Die fünf häufigsten Plot Twists
00:12:34 – Warum Plot Twists alle Mist sind
00:41:17 – Populäre Beispiele, positv wie negativ
01:08:25 – Zwei Plot Twists, die für Tine funktionieren

SHOW NOTES
* Tines Video zum Thema: Ich mag gar keine Plot-Twists…
* Video: Harry Potter Mystery Plots

etc034 Historische Fiktion

Ela ist ja Historikerin, und deshalb kann sie uns heute ganz viel dazu erzählen, wie das so mit historischen Romanen und der historischen Fiktion im Allgemeinen ist.
Wie akkurat muss man sein? Wie authentisch? Und wie findet man am besten und einfachsten raus, wie das Leben so war, anno dazumal?

00:04:52 – Disclaimer: Die Unrealität von historischer Authentizität
00:20:31 – Die Frühe Neuzeit – Ein Plädoyer
00:38:43 – Historische Charaktere in unseren Geschichten
00:39:34 – Tine: Jack the Ripper und seine Opfer
00:52:51 – Ela: Der Rosenfriedhof und Die Versammlung
01:15:07 – Die ‘bessere’ Wahrheit und andere Dinge, die man besser mit Vorsicht genießen sollte

etc033 Gute Dialoge für Anfängerinnen

Heute geht es um Dialoge. Was kann sie langweilig und kompliziert machen – sowohl für die Autorin als auch für die Leserschaft? Was kann sie super lebendig und unterhaltsam machen? Und was ist in all dem das Aller-Aller-Aller-Wichtigste ever, wenn man einen funktionierenden, organischen Dialog schreiben will?

KAPITEL
00:01:47 – Warum schreibt Ela nicht so gern Dialoge?
00:05:14 – Warum liebt Tine Dialoge?
00:10:52 – Warum findet Ela Dialoge kompliziert?
00:13:16 – Aus den Charakteren schreiben
00:17:10 – Das Aller-Aller-Aller-Wichtigste: Für wen, mit wem und warum?
00:18:50 – Die Vierte Wand
00:23:08 – Ein kleiner Tip zum Informationsmanagement
00:24:06 – Die Wände zwischen den Charakteren
00:28:44 – Das Quotable One-Liner Virus
00:33:31 – Elas Dialog-Checkliste
00:35:12 – — 1. Was passiert? (Plot)
00:36:39 – — 2. Was heißt das? (Charaktere)
00:38:11 – — 3. Wer fühlt sich wie? (Dispo)
00:40:14 – Tines Taktik: Was tun die Leute beim Reden und wo?
00:49:00 – Elas Ergänzung: Klingen die Charas wie sie selbst?
00:52:50 – Eine Taktik für Gruppengespräche: Null Inquit
00:56:29 – Der goldene Mittelweg: Realistische Rede
01:02:11 – Den Überblick behalten: Dialoge plotten
01:05:46 – Was lernen wir aus Drehbuch-Dialogen?
01:07:15 – Dialoge entlasten
01:11:10 – Exposition

SHOW NOTES
Unsere Folge zum Thema Szenen-Entwicklung

etc032 Wie schreibt man ein Drehbuch? Teil 2: Praxis


Heute geht es wieder um das sonderbare, mystische Biest, das sich ‘Drehbuch’ nennt. Tine erzählt uns, wie es so ganz praktisch war, ein Drehbuch zu schreiben. Wo unterscheidet es sich vom Schreiben eines Romans? Wie fühlt es sich überhaupt an und warum? Und eignet sich ein Drehbuch als Projekt für Anfängerinnen?

KAPITEl
00:01:31 – Der Arbeitsprozess
00:08:28 – Outlining/Plotting
00:22:39 – Das Drehbuch-Schreibgefühl
00:38:13 – Die Unterschiede: Dialoge und Charakterdarstellung
00:50:27 – Sind Drehbücher was für Anfänger?
01:02:12 – Beta für Drehbücher
01:10:01 – Coverage und bezahlte Kritik
01:28:08 – Was tun mit dem fertigen Drehbuch?
01:35:10 – Der Fleischwolf

SHOW NOTES

Tines Beat Board:

Ich habe doch noch ein Foto gefunden. Hier habe ich den ersten Akt weitestgehend durchgeplant und die Mitte vom zweiten schon ein Stück ausgearbeitet. Die Zettel ganz unten halten Info über die Charaktere – Name, Todesdatum, wie viel Zeit zwischen den Morden vergangen ist usw.

Das hier ist die gesamte Zettelwirtschaft, die über die Planung des Drehbuchs angefallen ist. Post-its für kleine Ideen-Stückchen und größere Zettel, auf denen ich mehrere Ideen-Stückchen zu einer substanzielleren Idee zusammengefasst habe.

Und das hier ist die schön ordentliche Version, mit der ich besagte Zettelwirtschaft ersetzt habe, wenn ich einen Beat mehr oder weniger in seine finale Form gebracht hatte. Einmal war ich sehr voreilig, deshalb liegt eine Ordentlich-Version bei der Zettelwirtschaft 😀 (und natürlich hat nicht alles auf den Ordentlich-Versionen die abschließende Beta überlebt).